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Es ist schon erstaunlich, da beschließt der von uns Bürgern demokratisch gewählte Stadtrat und der Bürgermeister die schon lange geplante Ostumgehung nun zu realisieren (was ja auch bereits vor der letzten Wahl klar zum Ausdruck kam), „danke an den Politiker, der sein Wort noch hält“. Kaum war die Wahl gelaufen, da meldet sich eine starke Opposition gegen dieses Wahlversprechen..
Chapeau!!! Diese Gruppe hat überaus erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit geleistet! Ich habe den Eindruck, dass eine Aussage für die Umgehungsstraße überhaupt nicht mehr gewagt wird, oder warum gibt es auf dieser Internetseite keine entsprechenden Meinungsäußerungen? Besonders clever und erfolgreich war es, das „Wochenblatt“ gegen den Ostring mit in´s Boot zu holen, das auch, m.E. ohne neutrale Abwägung aller Interessen, rein gehüpft ist.
Wo sind sie, die Anwohner der Hamburger- Kirchen- und Soltauer Straße, die schon seit Jahren den „Abgasmief“ der im Stau stehenden Autos ertragen müssen, mit all` seinen gesundheitlichen Schäden durch Abgase, Unfallgefahren und Lärm? Diesen Stau, der täglich von etwa 15.00 – 18.00 Uhr entsteht, durch Busse, die bis 20.00 Uhr fahren, beseitigen zu wollen, ist nun wirklich schwer nachvollziehbar!! In´s Feld zu führen, dass die Schüler am Buenser Weg wegen des zu erwartenden Lärms im Sommer nicht mehr bei geöffnetem Fenster unterrichtet werden können, ist schon erstaunlich. Was machen denn die Schüler der Schulen in Städten, die keine Schallschutzwände und Hecken vor dem Verkehr haben? Und wenn soviel Verkehr dort erwartet wird, ist der Ostring doch wohl unbedingt nötig!
Warum werden die Verkehrszählungen nicht als Basis für die Untersuchungen der Verkehrsläufe akzeptiert, sondern immer wieder nebulös angezweifelt? Eine wirklich nachvollziehbare Begründung dafür, habe ich bisher noch nicht gehört oder gelesen.
Buchholz ist rückschauend seit vielen Jahren, auch bei wechselnden Ratsmehrheiten politisch gut und zukunftweisend entwickelt worden. Herr von Rohr hat z.B. versucht, eine Bebauungsverdichtung im Ortgebiet zu erreichen. Leider reichten diese Bemühungen dann doch nicht aus, weil Buchholz zu schnell wuchs.
Am Waldsaum westlich der Märchensiedlung bin ich oft gewesen und habe erlebt, wie sich das Feld nach seiner landwirtschaftlichen Nutzung langsam wieder zu einem natürlichen Lebensraum zurückentwickelt hat. Dort konnte man Kaninchen, Rehe, verschiedene Vögel und sogar Füchse beobachten. Wie beschlossen und angekündigt kamen dann aber Bagger und Planierraupen und haben diese Renaturierung wieder brutal zerstört. Es wurde Boden versiegelt und Häuser gebaut. Dies ist der Preis, den wir für unsere prosperierende Stadt zu zahlen haben. Damit mussten wir uns abfinden und haben es auch getan.
Mit unseren natürlichen Ressourcen müssen wir selbstverständlich sehr sorgsam umgehen und uns genau überlegen, wofür wir sie gebrauchen. Aber zum Bevölkerungszuwachs gehören auch neue Straßen, denn auf´s Auto möchte und kann heute kaum jemand verzichten. Wie für neue Siedlungen, müssen wir deshalb auch Naturflächen für neue Straßen bereitstellen.
Orte, an denen vorbei Entlastungsstraßen gebaut wurden, haben nicht darunter gelitten. Nach Fertigstellung der Straßen werden sie auch von den ehemaligen Gegnern, die es ja nicht nur in Buchholz gibt, benutzt und wollen den Verkehr nicht wieder durch ihren Ort geleitet haben. Man gewöhnt sich sehr schnell daran.
In Buchholz gab es vor einigen Jahren eine Gruppierung gegen Möbel Kraft. In der Schautafel waren Informationen zu lesen, dass ganz Buchholz zugeparkt würde und der Ort aus den Fugen gerät. Wir haben immer wieder die wechselnden Informationen mit Erstaunen gelesen. Heute ist das Möbelhaus froh, wenn der Parkplatz mehr als halbvoll ist. Die Gruppierung hat sich dann aufgelöst und den noch vorhandenen Geldbetrag wohltätigen Zwecken zugeführt. Einsichtig und löblich! Sicher haben die damaligen Gegner inzwischen auch schon bei Kraft eingekauft und vielleicht einen Kaffee im Restaurant getrunken und sind über die Nahversorger Famila, Obi, Mediamarkt u.a. froh.
Da werden von „Ostring nein“ ständig neue Überlegungen angestellt, wie der Bau des Ostrings verhindert werden kann, mit dem Erfolg, dass sich der Bau weiter verzögert und die Kosten zusätzlich steigen. Geld, das für Jugendeinrichtungen, Schulen, das Hospiz u.a. wesentlich nutzbringender eingesetzt werden kann.
Aus diesen Gründen sollte das Vorhaben nun endlich akzeptiert und nicht mehr, ideologisch motiviert, behindert werden. Schon gar nicht mit z.B grotesken Riesenplakaten „im Wald“, die dort doch wohl deplaziert sind.
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